Seltenes Himmelsereignis am 9. Mai 2016 – Der Merkur zieht vor der Sonne vorbei

Programm auf der Osterburg Weida am 9. Mai 2016:

13 – 19 Uhr – Sonnenbeobachtung mit speziell ausgestatteten Spiegel- und Linsenfernrohren im Lustgarten der Osterburg

Andreas Kotsch, Astronomielehrer / Prof. Jürgen Müller (Berufsakademie Gera) / Hans-Peter Schneider (Fa. Universe Dimensions) / Christian Trefflich (Astrofotograf)

Hinweis: Bei schlechtem Wetter wird auf einem Großbildschirm das Live-Bild der Sonne, welches vom NASA-Weltraum-Sonnenobservatorium SDO bereitgestellt wird, präsentiert.

19 Uhr Kurzvorträge zum Merkurtransit im Balkensaal

  • Lauschangriff auf Aliens: Wenn Planeten vor der Sonne stehen.
  • Götterbote Merkur: Der kleinste und schnellste Planet im Sonnensystem.
  • Albert Einstein und der Merkur.

Vortragende: Prof. Peter Bussemer / Andreas Kotsch / Prof. Jürgen Müller

Der Merkurtransit bietet gerade für Schulklassen eine hervorragende Möglichkeit, die Bewegungen der Planeten im Sonnensystem live und ganz direkt zu erleben. Die Osterburg in Weida freut sich darauf, ihren Besuchern dieses ganz besondere Ereignis zu erläutern und zu zeigen. Bei schlechtem Wetter wird auf einem Großbildschirm das Live-Bild der Sonne, welches vom NASA-Weltraum-Sonnenobservatorium SDO bereitgestellt wird, präsentiert.

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Veranstaltungsplakat

Veranstaltungsankündigung im Amtsblatt Weida

Ein seltenes Naturschauspiel

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Probeaufbau: Hans-Peter Schneider (Mobiles Planetarium Zeulenroda) testet den Beobachtungsplatz im Lustgarten der Osterburg. Spezielle Teleskope und Filter stehen für die Beobachtung des Merkurtransits bereit.

Am Montag, dem 9. Mai, können wir uns auf ein seltenes Naturschauspiel freuen, das – gutes Wetter vorausgesetzt – auch in Weida sehr gut zu sehen ist. Ab ca. 13 Uhr wird Merkur als  kleinster Planet unseres Sonnensystems sich genau zwischen die Sonne und die Erde bewegen und somit für eine Sonnenfinsternis im Miniformat sorgen. Dabei wird er mehr als sieben Stunden benötigen, um westwärts über das Tagesgestirn zu wandern. Der Merkurtransit beginnt um 13:12 Uhr MESZ und endet um 20:40 Uhr MESZ.

Für die Beobachtung ist allerdings ein Teleskop erforderlich. Das Scheibchen des Merkur misst lediglich 12 Bogensekunden, und hat damit nur 1/158 des Durchmessers der Sonne. Anders gesagt: Der Merkur deckt nur 0,004% der Sonnenscheibe ab. Das ist zu wenig, um ohne Vergrößerung gesehen zu werden.

Da die „Mini-Finsternis“ die Helligkeit der Sonne so gut wie gar nicht verändert –  ganz im Gegensatz zu einer Sonnenfinsternis, bei der unser Mond die Sonne komplett abdecken kann-  darf man  selbstverständlich daher auch niemals durch ein Teleskop ohne geeigneten Filter in die Sonne sehen – das führt unweigerlich zu schweren Augenschäden!

Deshalb werden dafür astronomische Fernrohre mit Sonnenfiltern bzw. speziellen Projektionsschirmen zum Einsatz kommen.  Neben den von der Reiff-Stiftung  im Rahmen eines Förderprojektes extra für die Osterburg zur Verfügung gestellten Spiegelteleskopen wird auch von Edutainer und Astronomielehrer Hans-Peter Schneider und seiner Firma Universe Dimensions-SpaceScience Edutainment spezielles Equipment zum Einsatz kommen. Gemeinsam mit dem Astronomielehrer Andreas Kotsch  wird Hans-Peter Schneider die Beobachtung des Himmels-Ereignisses  durchführen und erklären.

 

Es gibt 5 gute Gründe, den Merkurtransit  am 9. Mai 2016 nicht zu verpassen:

1.    Merkur ist selten sichtbar.

2.    Kosmische Entfernungen lassen sich messen.

3.    Merkur selbst ist ein spannender Planet.

4.    Planeten um fremde Sonnen – sogenannte Exoplaneten – lassen sich mit solchen Ereignissen entdecken.

5.    Der nächste Merkurtransit lässt auf sich warten.

 

Hintergrundwissenmerkur1

Der Merkur kreist in nur 88 Tagen einmal um die Sonne. Da die Erde sich ebenfalls um die Sonne bewegt, überholt der schnellere Merkur unseren Planeten alle 116 Tage auf der Innenbahn. Dann steht der Merkur also zwischen Erde und Sonne. Trotzdem kommt es meist nicht zu einem Transit. Der Merkur wandert fast immer nördlich oder südlich an der Sonne vorbei, denn seine Bahn ist gegen die Erdbahn um 7° geneigt. Im 21. Jahrhundert stimmt die Geometrie für einen Transit insgesamt nur 14 mal. Natürlich muss die Sonne bei uns auch über dem Horizont stehen, es muss also bei uns Tag sein, damit man den Transit sehen kann. Beim letzten Durchgang, im Jahr 2006, war das nicht der Fall. Und so ist der bevorstehende Merkurtransit der erste seit 13 Jahren, seit dem 7. Mai 2003, der aus Mitteleuropa sichtbar ist – ein wirklich seltenes Ereignis! Die nächste Chance haben wir erst wieder am 19. November 2019.

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Hans-Peter Schneider präsentiert den speziellen Sonnenfilter zur Beobachtung des Merkurtransits.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kooperationspartner:

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reiff-stiftung